Der Browser als Cloud-Computer

Das Google mit ChromOS den (Chrome) Web Browser zur prinzipiellen Computeroberfläche macht ist bereits bekannt. Googles Strategie zur Zielerreichung ist wieder geprägt von zwei technischen Konvergenzen, die zusammenwirken: HTML5: Mit HTML 5 steht …

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Das Google mit ChromOS den (Chrome) Web Browser zur prinzipiellen Computeroberfläche macht ist bereits bekannt. Googles Strategie zur Zielerreichung ist wieder geprägt von zwei technischen Konvergenzen, die zusammenwirken:

HTML5: Mit HTML 5 steht eine ungeheure Weiterentwicklung von HTML4 (the Web as we know it) bevor: Audio und Video werden Standardelemente, (Hier, Hier) aber was viel entscheidender ist: Mit HTML 5 wird der kontrollierte Zugriff auf die lokale Festplatte möglich. Das heißt, Google Dokumente können auch lokal gespeichert werden, Web-Gadgets können lokal ausgeführt werden (ohne Zugriff auf das Internet), Web-basiertes E-Mail funktioniert auch ohne Internetverbindung (und synchronisiert sobald man online geht). Die zweite Neuerung werden Web-Sockets sein, die Browseranwendung (lokal ausgeführtes Facebook aus dem cache) kann damit Internetverbidnungen zu beleibigen Rechnern im Internet aufbauen

Javascript: Googles Browser Chrome ist bekannt für seine Geschwindigkeit. Das ein Browser “schnell” wirkt, hängt von drei Faktoren ab:

  • load-time (Wie lange braucht der Browser vom ersten “klick” bis er “responsive” ist)
  • render time: Wie lange dauert die visuelle Darstellung des übertragenen Inhalts (z.B. Darstellung von tief verschachteteln Tabellen)
  • Code execution: Alle Web 2.0 Web-Seiten erhalten ihre Interaktivität durch dynamisches Laden (polling, XHTMLRequest –> “AJAX”) oder dynamisches Ändern des bereits dargestellten Inhalts. (Ändern des Document Object Models, “DOM”). Diese Dynamik wird durch die Web-Programmiersprache Javascript erreicht, die in HTML4 eingebettet ist oder zkünftig in HTML5 auch lokal nachgeladen werden kann. Google verwendet in Chrome die mit abstand schnellste Javascript Engine der Web browser

Prognosen. Die wesentlichen Auswirkungen werden sein:

  • Automagisches Cloud Computing: Nachdem Webseiten der Zukunft alle standardisiert interagieren können, kann Code auf dem Rechner ausgeführt werden, der beliebige Aktionen durchführt. Bis jetzt ist das Herunterladen eines Clients notwendig, der eine dezidierte Aufgabe erfüllt (z.B. analysieren von signalen aus dem Weltall zur Erfroschung extraterrestrischen Lebens, Seti@Home). In Zukunft wird es einen Klick in der Konfiguration benötigen um z.B. 20% der Rechnerleistung für Aktivitäten der Cloud zu widmen. Jeder Browser wird ein Steichen der Amazon S3, salesforce, Google oder Microsoft Cloud.
  • Sicherheit: ein Virus wird schädlich indem er auf die lokale Infrastruktur des Rechners zugreifen kann. Das ist im Browser zZ nur sehr eingeschränkt möglich (sandboxing-Prinzip), hat aber durch Umgehung des Standards im Internet Explorer (Active X) bereits zu einer Aufweichung geführt, die dem Browser Microsofts seinen schlechten ruf in puncto Virenanfälligkeit eingetragen hat. Indem diese Funktionalität (lokaler Zugriff auf den Rechner und Code-Ausführung durch Javascript) in den Standard Einzug hält, werden ganz neue Attacken und Bedrohungsszenarien auf die künftigen HTML5-AnwenderInnen und Andendungen zukommen. Die mögliche Lösung: wesentlich mehr Seiten verwenden https, da in diesem Fall durch das übertragenene SSL-Zertifikat der Originator eindeutig identifizierbar ist.

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